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DO 21.12.2017, 19:30 UHR

Giselle

Choreographie und Inszenierung von Patrice Bart nach Coralli und Perrot
Musik von Adolphe Adam

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Ab 8 Jahren

Giselle liebt nicht nur das Tanzen, sondern auch Albrecht. Der ist aber längst einer anderen versprochen. Darüber verliert Giselle den Verstand und stirbt. Nach ihrem Tod ist sie dazu verdammt, im nächtlichen Wald Männer zum Tanzen zu verführen, bis diese vor Erschöpfung sterben. Auch Albrecht kommt in den Wald … Patrice Bart bleibt der französischen Tradition treu und zeigt dieses Meisterwerk mit all seinen menschlichen Abgründen. 

„In einem Teil Österreichs gibt es eine Sage, die ursprünglich slawisch ist. Es ist die Sage von den gespenstischen Tänzerinnen, die dort unter dem Namen ‘Die Wilis’ bekannt sind. Die Wilis sind Bräute, die vor der Hochzeit gestorben sind. Die armen jungen Geschöpfe können nicht ruhig im Grabe liegen; in ihren toten Herzen, in ihren toten Füßen blieb noch jene Tanzlust, die sie im Leben nicht befriedigen konnten, und um Mitternacht steigen sie hervor, versammeln sich gruppenweise an den Heerstraßen, und wehe dem jungen Menschen, der ihnen begegnet! Er muss mit ihnen tanzen, sie umschlingen ihn mit ungezügelter Tobsucht, und er tanzt mit ihnen ohne Ruh’ und Rast, bis er tot niederfällt.“ Heinrich Heine

Erster Akt: Ein Dorffest

Giselle, ein hübsches Dorfmädchen, hat sich in einen schönen Fremden verliebt. Sie weiß nicht, wer er ist. Er behauptet, er heiße Loys. Giselles anfängliche Zweifel an seiner Liebe weiß er auszuräumen, er schwört ihr ewige Treue. Der Wildhüter Hilarion jedoch, dessen Sinne durch seine Eifersucht geschärft sind – er macht sich Hoffnungen auf die Zuneigung Giselles – vermutet in Loys einen vornehmen Herrn.

Es ist die Zeit der Weinlese und man feiert die reiche Ernte. Der Tanz reißt alle mit, nur Giselles Mutter ist voller Sorge, ob die zarte Gesundheit ihrer Tochter dieser Tanzleidenschaft standhalten kann. Die Furcht vor einem unglücklichen Ausgang lässt sie das Schicksal der Wilis heraufbeschwören, die, vor ihrer Hochzeit vom Tode ereilt, dazu verdammt sind, allnächtlich bis zum Morgengrauen zu tanzen. Giselle macht sich über die Warnungen ihrer Mutter lustig, tanzt überglücklich weiter mit Loys, dem sie sich inzwischen verlobt glaubt, und wird zur Weinkönigin gekrönt.

Der Prinz von Kurland befindet sich mit seinem Gefolge auf der Jagd. Die Jagdgesellschaft hält vor Giselles Haus, um etwas zu trinken und auszuruhen. Seine Tochter, Prinzessin Bathilde ist mit dem Herzog von Schlesien, Albrecht, verlobt. Dieser ist kein anderer als Loys. Hilarion entlarvt ihn, denn er hat das Wappen auf dessen Degen erkannt. Giselle begreift den Betrug und ihr Unglück; darüber verliert sie den Verstand und stirbt.

Zweiter Akt: In der Nacht, an einem Grabstein im Wald

Wildhüter vertreiben sich die Zeit mit Würfelspielen. Hilarion trauert um Giselle und sucht ihr Grab auf. Es schlägt Mitternacht. Die Wildhüter fliehen, denn es geht Unerklärliches vor. Kaum sichtbar erscheinen weiße Schatten. Wer sind diese körperlosen Wesen? Es sind die Wilis, die Seelen der von einem untreuen Liebhaber im Stich gelassenen Mädchen. Sie rächen sich an den Männern, indem sie sie des Nachts in die Finsternis locken, um sie zu Tode zu tanzen. Sie versammeln sich auf Geheiß ihrer Königin Myrtha, um eine neue Gefährtin in ihre Gemeinschaft aufzunehmen: Giselle erscheint in ihrem Schleier.

Herzog Albrecht, der gekommen ist, um Blumen auf das Grab der jungen Verstorbenen zu legen, sieht das weiße Abbild der Geliebten auftauchen. Er will die schwebende Geistergestalt fassen, aber sie entkommt ihm immer wieder. Sie flieht, er folgt ihr, ganz von Sinnen.

Dann kommt der unbesonnene Hilarion zurück und die Wilis reißen ihn mit in einen wilden und mörderischen Tanz: er ist in dieser Nacht ihr erstes Opfer.
Albrecht soll nun das gleiche Schicksal erleiden. Giselle fleht Myrtha und die anderen Wilis an, Milde walten zu lassen, sie bleiben jedoch unerbittlich: Albrecht ist bis zur Erschöpfung zum Tanzen verurteilt. Aber Giselles Liebe schützt ihn: verzweifelt tanzen sie gemeinsam und sind für einen Augenblick vereint. Bald schon müssen die Wilis vor dem Morgengrauen fliehen. Auch Giselle verschwindet, und Albrecht kehrt ins Leben zurück.

Erfahren Sie mehr: 45 Minuten vor Aufführungsbeginn erhält das Publikum am Veranstaltungsort eine kostenlose Einführung, die von Studierenden der Freien Universität Berlin im Rahmen der Ballett-Universität gestaltet wird. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.

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Die Kartenbuchung erfolgt aus technischen Gründen im Webshop der Staatsoper Unter den Linden. Bitte haben Sie Verständnis, dass Sie online keine Ermäßigungen geltend machen können. Ermäßigte Karten können Sie telefonisch unter +49 (0)30 20 60 92 630 erwerben.

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