Komische Oper Berlin
Die Komische Oper Berlin war seit dem Bau des Hauses an der Behrenstraße (Eröffnung 1892 als "Theater Unter den Linden") zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder ein internationaler Schrittmacher auf dem Gebiet des Musiktheaters. In den 1920er Jahren prägte sie als führendes Operetten- und Revuetheater maßgeblich die Berlinerische und damit internationale Unterhaltungsszene. Das Musiktheaterkonzept Walter Felsensteins revolutionierte nach dem Zweiten Weltkrieg den gesamten europäischen Opernbetrieb und bleibt bis heute ein wichtiger Bezugspunkt für die große Mehrheit von Musiktheater-Regisseuren mit Anspruch auf Zeitgenossenschaft. Diese internationale Strahlkraft als Impulsgeber für innovatives Musiktheater spiegelt sich in den vielen künstlerischen Karrieren wider, die an der Komischen Oper Berlin ihren Ausgang nahmen – darunter die Regisseure Götz Friedrich und Harry Kupfer sowie die Dirigenten Otto Klemperer, Kurt Masur, Yakov Kreizberg und Kirill Petrenko.

2012 übernahm Barrie Kosky als Nachfolger von Andreas Homoki die künstlerische Leitung der Komischen Oper Berlin. Mit ihm kam Henrik Nánási als Generalmusikdirektor. Die für ein Opernhaus ungewöhnliche Vielseitigkeit und Flexibilität sowie das feste Ensemble aus Sänger-Darstellern sind für die Intendanz Kosky wichtige Charakterzüge der Komischen Oper Berlin. Kosky bezieht sich dabei konzeptionell nicht nur auf die Tradition Felsensteins, sondern ebenso auf die bisher weniger beachtete, stark von jüdischen Künstlern geprägte Vorkriegstradition des Hauses. Felsensteins Anspruch an eine Oper als Musiktheater, in dem Musik und Szene gleichberechtigte Teile der Inszenierung sind, verbindet Kosky mit der Forderung nach einem Musik-Theatererlebnis, das alle Sinne anspricht und die gesamte Spannbreite an musikdramatischen Formen vom klassischen Mozart-Repertoire bis hin zu genreüberschreitenden Projekten umfasst.

Komische Oper Berlin
Behrenstraße 55-57
10117 Berlin

www.komische-oper-berlin.de

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