Mauro Bigonzetti
CHOREOGRAPH

wurde in Rom geboren und erhielt seine Tanzausbildung an der Ballettschule der Oper Rom. Gleich nach seinem Abschluss wurde er in die Ballettcompagnie engagiert.
1982, nach zehn aktiven Tänzerjahren im römischen Ensemble, wurde er während der Ära von Amedeo Amodio Mitglied des Aterballetto in Reggio Emilia und tanzte in allen Choreographien des Spielplans. Während dieser Zeit begegnete er so namhaften Künstlern wie Alvin Ailey, Glen Tetley, William Forsythe oder Jennifer Muller. Außerdem erarbeitete er sich ein umfangreiches Balanchine-Repertoire und zahlreiche Werke von Léonide Massine.
1990 schuf er seine erste Choreographie „Sei in movimento“ zu Kompositionen von Johann Sebastian Bach, die ihre Uraufführung am Teatro Sociale in Grassina erlebte.
1992 verließ er das Aterballetto, um seine Tätigkeit als freischaffender Choreograph zu intensivieren. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Balletto di Toscana eröffnete ihm ein geeignetes Experimentierfeld, für die italienischen Tanzwelt war diese Compagnie in jenen Jahren eine Brutstätte vieler Choreographen.

In den Folgejahren machte er sich als Choreograph schnell auch international einen Namen. Er arbeitete für das English National Ballet, das Ballet National de Marseille, das Stuttgarter Ballett, das Ballett der Deutschen Oper Berlin, das Ballett der Dresdner Semperoper, das Ballet Teatro Argentino das brasilianische Balè da Cidade de São Paolo, das Ballet Gulbenkian in Lissabon, das New York City Ballet, das State Ballet Ankara, das Königlich Schwedische Ballett, das Ballet du Capitole Toulouse oder für Les Grands Ballets Canadiens. Auch in seiner italienischen Heimat eroberten seine Krationen die Spielpläne, so namhafte Ensembles wie das Ballett der Mailänder Scala, der Oper Rom, der Arena di Verona oder des Teatro di San Carlo in Neapel führten seine Choreographien auf.

Für die Arbeit an seinen Kreationen konnte er Künstler gewinnen wie Claudio Parmiggiani, Fabrizio Plessi, Bruno Moretti, Elvis Costello, Stefano Bollani, Danilo Grassi, Guglielmo Capone, Millar & Swandale, Roberto Tirelli, Fabrizio Montecchi, Nicola Lusuardi, Paride Bonetta, Helena Medeiros, Paolo Calafiore, Carlo Cerri, Beni Montresor, Massimo Castri oder Lucia Socci.

1997 wurde er zum Künstlerischen Leiter und Principal Choreographer des Aterballetto berufen. Gemeinsam mit Federico Grilli hatte er sich vorgenommen, mit einem neuen Ensemble ein neues, unverwechselbares Repertoire aufzubauen. Im Februar 2008 wurde Cristina Bozzolini die Künstlerische Leitung des Aterballetto anvertraut; seinem Ensemble bleibt Mauro Bigonzetti als Principal Choreographer aber dennoch treu, das nach wie vor die meisten seiner Projekte realisiert.

Zu seinen wichtigsten Choreographien zählen „Songs“, „Persephassa“, „Furia Corporis“, „Comoedia Canti“, „Sogno“, „Cantata“, „Rossini Cards“, „Vespro“, „Les Noces“, „Psappha“, „Orma“, „WAM“, sie stehen tatsächlich weltweit auf den Spielplänen zahlreicher Theater.
In der jüngeren Vergangenheit entstanden, um nur die wicchtigsten Produktionen zu nennen, für das New York City Ballet „Vento“, im Mai 2006 für das Aterballett „Romeo e Giulietta“, im Dezember 2006 „I Fratelli“ für das Stuttgarter Ballett, im Mai 2007 für Les Grands Ballets Canadiens „Le Quattro Stagioni“, im Dezember 2007 für das Aterballetto „InCanto“ und für das New York City Ballet im Januar 2006 „Oltremare“.

„Caravaggio“ ist eine Kreation für das Staatsballett Berlin und seine erste Zusammenarbeit mit dieser Compagnie. Für das Ballett der Deutschen Oper Berlin choreographierte er 1998 das Stück "Turnpike", und aus seinem Ballett „Kazimir’s Colours“ kam bei der Eröffnungsgala 2007 der zentrale Pas de deux zur Aufführung.

Foto: Nando Vescusio

Choreographie
29. May 2014
13. June 2014